Die Gastritis / Magenschleimhaut-Entzündung beim Hund

Die Gastritis / Magenschleimhautentzündung beim Hund

Jeder Hundebesitzer würde alles für seinen kleinen Liebling tun; es gibt nichts Schlimmeres als seinen Hund leiden zu sehen. Daher bricht für uns auch die Welt zusammen, wenn unser bester Freund mal krank ist. Eine der häufigsten Erkrankungen bei Hunden ist die sogenannte Gastritis, auch Magenschleimhautentzündung genannt. Doch was genau ist das und noch viel wichtiger: Was kann man dagegen tun? Schließlich wollen wir doch, dass es dem Hundekumpel schnell wieder besser geht, nicht wahr? Alle wichtigen Informationen gibt es hier.

Was ist eine Gastritis?



Die Magenschleimhaut bei Hunden ist (wie bei uns Menschen auch) sozusagen die innere Auskleidung des Magens. Sie hat eine Schutzfunktion, damit sich der Magen nicht selbst verdauen kann und die Magensäure keinen Schaden anrichtet. Diese Säure ist jedoch äußerst wichtig, um das Futter verdauen zu können. Die Magenschleimhaut ist von Natur aus sehr widerstandsfähig, allerdings kann es trotzdem aus verschiedenen Gründen zu einer Reizung kommen, wodurch über längere Zeit ein Teil der Schleimhaut beschädigt wird. Es gibt nun keine schützende Barriere mehr zwischen der Magenwand und der aggressiven Magensäure. Die Schleimhaut entzündet sich.

Ursachen

Man kann nicht immer feststellen, weshalb sich bei dem Hund eine Gastritis entwickelt hat. Nur wenn der Hund nachweisbar einen Fremdkörper aufgenommen hat, ist relativ sicher, dass sich die Magenschleimhautentzündung auf Grund dessen gebildet hat. Darüber hinaus kann es passieren, dass der Hund altes, schon verdorbenes Futter gefressen hat, welches ihm nicht bekommen ist, oder er unreines, von Bakterien verseuchtes Wasser geschlabbert hat. Dies könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn Ihr Liebling öfters in einem See oder Tümpel badet.

Allergien könnten eine weitere Ursache sein, dies kommt jedoch vergleichsweise selten bei Hunden vor. Im Winter frisst der Hund häufig Schnee; auch dies kann den Magen erheblich reizen. Kann all dies sicher ausgeschlossen werden, sollten Sie überlegen, ob ihr Hund zu gestresst ist und welche Medikamente ihr Liebling bekommt, denn diese könnten unter Umständen auch verantwortlich sein. Schmerzmittel o. Ä. sind dafür bekannt, dass sie die Magenschleimhaut auflösen, daher ist darauf zu achten, dass zusätzlich auch ein Magenschutzmittel gegeben werden.

Symptome

Bei dieser Erkrankung beim Hund kommt es häufig zum Erbrechen, auch wenn er noch nichts gefressen hat. Dabei kommt meist weißlicher Schaum aus dem Maul des Hundes, was daran liegt, dass zu viel Magensäure entsteht. Was Sie außerdem alarmieren könnte, ist, dass Hunde häufig lustlos, apathisch wirken und nicht mehr fressen wollen. Um den Geschmack nach Magensäure zu neutralisieren, trinken Hunde außerdem vermehrt oder fressen Gras. Tastet man den Hund ab, zeigt er teilweise deutlich, dass er Schmerzen in der Magen-Darm-Gegend hat.

Behandlungsmöglichkeiten

Bessern sich die Symptome des Hundes nach kurzer Zeit nicht, sollten Sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Dieser kann den Hund abtasten, den Kot untersuchen lassen oder röntgen. Sollte sich herausstellen, dass Ihr Hund das Futter nicht verträgt, können Sie auf ein mildes Diätfutter umstellen.

Der Tierarzt versucht außerdem, die Bildung der Magensäure einzudämmen. Dies kann er durch die Gabe von Medikamenten sicherstellen. Antibiotika hilft dabei, die Entzündung und Vermehrung von Bakterien zu verringern.

Geben Sie dem Hund am besten erst einmal nur kleine Portionen Futter, dafür über den gesamten Tag verteilt. Dies ist weitaus schonender für den Magen.

Am wichtigsten: Pflegen Sie Ihren Hund gut, gönnen Sie ihm all die Ruhe, die er benötigt. Lassen Sie ihn viel schlafen, das hilft bei der Regenerierung. Schließlich ist mit der Gesundheit nicht zu spaßen. Gehen Sie auf jeden Fall zum Tierarzt, damit sich nicht noch eine schwerwiegende Erkrankung wie z. B. ein Magengeschwür bildet. Ihr Hund wird es Ihnen danken, glauben Sie mir!

Autor TB

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