Hundehaare im Haus – was lässt sich dagegen tun?

Hundehaare im Haus – was lässt sich dagegen tun?

Hunde sind unbestreitbar beliebte und geliebte Haustiere. Sie schützen ihre Familie, bringen Schwung in den Alltag und dürfen durchaus als vierbeinige Fitnesstrainer bezeichnet werden, denn immerhin muss täglich mehrfach mit ihnen spazieren gegangen werden. Darüber hinaus sind Hunde recht anhänglich – was sich allerdings auch auf ihr Fell bezieht. Kein Hundehalter kennt das Problem nicht, dass im Haus, auf der Treppe, auf den Möbeln und auf der eigenen Kleidung Hundehaare liegen. Gerade der Fellwechsel lässt manche Halter schier verzweifeln. Aber was kann man dagegen machen? Wie bekommt man die Haare fort? Dieser Artikel schaut sich die haarige Angelegenheit einmal an.

Ein volles Fellkleid ist bei Hunden wunderschön, sorgt allerdings auch für viele Haare in der Wohnung.

Reinigungshelfer

Hundehaare sind mehr oder weniger im Einklang mit einer regelmäßigen Reinigung des Hauses. Ohne geht es nicht und je nach Hund und Fellverlust muss täglich Hand angelegt werden. Da gibt es mehrere Optionen:

  • Staubsaugen – das ist quasi die Pflichtaufgabe. Ob es ausreicht, alle paar Tage zu saugen oder ob der Sauger doch täglich herausgeholt werden muss, hängt natürlich vom Fellverlust, den eigenen Vorlieben und dem generell Verschmutzungsgrad ab. Hundehalter sollten darauf achten, dass sie einen Staubsauger mit einem Tierhaaraufsatz erhalten. Dieser kann jedoch auch für die meisten Geräte nachgekauft werden. Mit dem Aufsatz, der nicht nur saugt, sondern rotierende Borsten hat, lassen sich die Haare wunderbar von Polstermöbeln und Teppichen entfernen.
  • Gummibesen – der ist für die schnelle Reinigung zwischendurch gedacht. An den Gummiborsten bleiben die Haare haften und lassen sich leicht entfernen. Gleichfalls lässt sich mit ihm der Schlamm, der zumeist in der Fellwechselzeit eingeschleppt wird, vom Boden aufnehmen.
  • Fusselbürsten – sie sind für die Kleidung oder auch kleinere Sitzflächen gedacht. Wem die Bürsten auf Dauer zu teuer sind, der kann auch Klebeband nehmen und damit die Haare aufnehmen.
  • Möbelbürsten – darf der Hund auf Möbelstücken Platz nehmen, empfehlen sich diese Bürsten aus dem Tierhandel. Sie besitzen einen Samtüberzug, an dem die Haare haften bleiben, wenn mit der Bürste über das Möbelstück gestrichen wird.
  • Saugroboter – die Geräte sind natürlich ideal für untertags. Der Saugroboter kann tagsüber die Hundehaare entfernen, sodass Hundehalter nicht auch noch in ihrer Freizeit ständig zum Staubsauger greifen müssen. Saugroboter sind häufig leiser als gewöhnliche Staubsauger und stören daher auch nicht während der Ruhezeiten. Ein Nachteil ist, dass sie nur ebene Flächen reinigen können – wer ein mehrgeschossiges Haus besitzt, muss den Roboter daher manuell in die andere Etage bringen.

Vorsorge durch Fellpflege – ist das möglich?

Dass Hunde Fell verlieren, ist völlig normal – das tun Menschen schließlich auch. Während der Fellwechselzeit im Frühjahr und Herbst ist der Haarverlust jedoch deutlich stärker und kann durchaus zu einem Problem werden. Hundehalter, die selbst Hand anlegen und generell darauf achten, dass Hund und Fell gepflegt sind, haben aber weniger mit Haaren in der Wohnung zu kämpfen. Hier gilt: Fell, das in der Bürste hängt, kann nicht mehr auf dem Boden landen. Die Fellpflege besteht dabei aus mehreren Bereichen:

  • Unterwolle – die Unterwolle ist das Fell, das unter den Deckhaaren liegt. Sie hat den Zweck, den Hund zu wärmen und auch vor Verletzungen zu schützen. Insbesondere im Frühjahr während des Fellwechsels wird ein großer Anteil der Unterwolle abgestoßen und hier müssen Tierhalter dran. Um dieses lose Fell zu entfernen, sind wahlweise Bürsten mit längeren und harten Borsten notwendig, oder aber spezielle Kämme und Bürsten mit einem Metallkamm. Bei diesen speziellen Fellpflegekämmen muss jedoch darauf geachtet werden, es nicht zu übertreiben. Wird zu enthusiastisch gearbeitet, bilden sich Lücken im Unterfell, die schlichtweg unschön aussehen.
  • Oberfell – auch das Deckhaar wird ausgetauscht. Über das ganze Jahr hinweg sollte es regelmäßig gekämmt oder gebürstet werden, damit die losen Haare entfernt werden.
  • Hilfestellung – manche Hunde, gerade älteren Jahrgangs, haben Probleme mit dem Fellwechsel. Sie stoßen das Fell wahlweise sehr langsam ab, sind infektgeplagt oder wirken schlapp während der Wechselzeit. Hier lässt sich mit Futterzusätzen nachhelfen. Bierhefe kann beispielsweise unterstützend wirken.

Grundsätzlich darf die Fellpflege niemals nur mit dem Fellwechsel in Verbindung gebracht werden oder ausschließlich zu diesen Zeiten durchgeführt werden. Sie gehört einfach zum Leben eines Hundehalters dazu. Aus guten Gründen:

  • Verfilzungen – werden lose Haare, gerade im Bereich des Unterfells, nicht entfernt, verfilzt das Fell und bildet Knoten und Platten. Diese sind nicht nur unschön, sie plagen das Tier auch, da es ziept und juckt.
  • Hautkrankheiten – unter verfilztem Fell bilden sich nicht selten Hautreizungen, die schnell zu einem Ekzem werden können.
  • Ungeziefer – Flöhe, Läuse und Zecken fühlen sich in ungepflegtem Fell deutlich wohler. Zudem ist es schier unmöglich, Zecken zu entfernen, wenn sich der Hundehalter kaum durch die Filzplatten kämpfen kann.
  • Geruch – verfilztes Fell braucht lange, um nach einem Regenschauer zu trocknen. Allgemein riechen ungepflegte Hunde.

Weitere Tipps

Es gibt natürlich Hunde, die rassebedingt mit viel Fell gesegnet sind und bei denen die Fellpflege ein echtes Problem sein kann. Ebenfalls gibt es Tiere, die sich nicht bürsten lassen oder bei denen der Fellwechsel stets ein Kampf ist. In diesen Fällen kann es Sinn machen, den Hund zum Friseur zu bringen. Scheren, aber auch das Stutzen bestimmter Bereiche hilft dem Tier und dem Halter. Da aber auch dann noch Haare im Haus verbleiben, können Hundehalter einfach nur noch mit Tricks arbeiten:

  • Decken – Hunde-, aber auch Katzenhalter, besitzen vermutlich die meisten Decken des Landes. Aus gutem Grund. Gerade in der Fellwechselzeit sollten Sitzmöbel wie das Sofa schlichtweg mit einer einfachen Vliesdecke abgedeckt werden. Ob diese später noch gewaschen wird oder zur echten Hundedecke wird, entscheidet jeder für sich.
  • Handtücher – ins Auto kommt wahlweise ebenfalls eine Decke oder aber ein altes Badetuch. Handtücher sind ohnehin praktisch, um die Hundepfoten nach der Gassirunde bei Matschwetter zu säubern.
  • Handstaubsauger – der ist praktisch für das schnelle Saubermachen zwischendurch. Zudem lässt er sich wunderbar im Auto verwenden.

Durch gute Fellpflege lässt sich das Haarproblem zumindest eindämmen.

Fazit – weniger Haare sind drin

Als Tierhalter muss man sich davon verabschieden, dass alles blitzeblank sauber ist. Irgendwo liegen immer Hundehaare. Mit ein wenig Aufwand und Vorsorge lässt sich jedoch die Fellwechselzeit überstehen, ohne dass sich das im Haus herumfliegende Fell zum gefürchteten Angriff zusammenrottet.

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