Schuhe für Hunde – Sinn oder Unsinn

Hundeschuhe –  Nutzen oder Unsinn

Hundeschuhe kamen lange Zeit nur bei Hundeschlitten-Vierbeinern zum Einsatz. Mittlerweile sind sie nun „endlich“ auch bei unseren Haushunden angekommen.

Ob Samtschuhe, Gummistiefel, Lederschuhe, Hundesocken ….. mit Klettverschluss, Schnürsenkeln, Schleifchen oder Schuhschnallen. Schuhe für Hunde sind heute nicht nur hilfreiches Hundezubehör, sondern auch ein absolutes Mode-Accessoire geworden.

Dabei sollten Schuhe den Hunden wirklich nur bei einer absoluten Notwendigkeit einen zeitlich begrenzten Schutz bieten, denn ihre Pfoten sind von Natur aus nicht für ein Schuhwerk gemacht.

Wann machen Hundeschuhe Sinn?

  • als Schutz bei oder gegen Verletzungen der Pfoten
  • nach Operationen
  • als Verbandsschutz
  • bei empfindlichen Hunden als Schutz vor Streusalz, Splitt oder Eisklumpen zwischen den Zehen im Winter
  • im Sommer, wenn es keine Wegalternativen als Schutz vor heißem Asphalt oder Sandböden gibt
  • bei Kontaktallergien
  • bei besonders langen Laufstrecken mit unwegsamen, steinigen, spitzen u.ä. Untergrund
  • bei glatten Böden, wenn ein Hund damit Schwierigkeiten hat
  • auch bei Polizei- oder Rettungshunden sind Hundeschuhe ab und an im Einsatz  (Gefahr von Splittern, Glasscherben etc. bei Einsätzen)

Ein Hund sollte nicht aus Eitelkeit oder zum Spaß des Halters Schuhe tragen. Allein der helfende Zweck macht Sinn. Denn auch mit Hundeschuhen kann so Einiges schief laufen, bis hin zu irreversiblen gesundheitlichen Schäden bei den Tieren.




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Wenn der Einsatz von Hundeschuhen angebracht ist, ist eine optimale Anpassung wichtig und sollte nicht leichtfertig übergangen werden.

Tipps für die optimalen Hundeschuhe:

Nur Schuhe tragen lassen, die auch wirklich gut passen

Wie beim Menschen, besteht auch beim Vierbeiner die Gefahr der Druckstellenbildung, ganz besonders am Pfotenwurzelballen und der sogenannten Daumenkralle.

Die Schuhe sollten wasserdicht und atmungsaktiv sein

Atmungsaktiv schon deshalb, weil sich an der Unterseite der Pfoten Schweißdrüsen befinden, die wichtig für die Regulierung der Körpertemperatur des Hundes sind und sich auch Feuchtigkeit im Schuh ansammeln könnte.

Die Größen von Vorder- und Hinterpfoten sind meist unterschiedlich groß.

Es sind also immer 4 Pfoten auszumessen und anzupassen.

Hundeschuhe sollten dem Zeck des Einsatzes entsprechen

Die Fragen dabei: Wie robust müssen die Schuhe sein ( wetterabhängig, sind sie für größere Strecken oder nur als Verbandsschutz im Haus usw. gedacht)? Und welches Material ist sinnvoll? Helfen kann bei der Entscheidung ein Tierarzt, Heilpraktiker oder eine ähnliche Fachperson.

Die Schuhe sollten fest genug sitzen

Es nützt wenig, wenn Schuhe im Lauf rutschen, es schadet sogar eher. Schnell kann es zu Verstauchungen oder Gelenkschäden kommen.

Der Hund sollte langsam an seinen Pfotenschutz gewöhnt werden.

Hier ein Video, wie „angenehm“ Fellnasen das Tragen der Schuhe anfangs empfinden. Ja, auch für Katzen gibt es Schuhe.

Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase dürfte es normalerweise mit dem Tragen der Schuhe keine „tollpatschigen“ Laufprobleme mehr geben.

Fazit:

Hundeschuhe machen Sinn, wenn sie dem Vierbeiner einen Nutzen bringen. Unsinnig und eher gesundheitsschädigend ist der Einsatz dann, wenn sie dem Hund nur zu Modezwecken übergezogen werden.

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Vom Hänschen, das den Hunden Schuhe nähte
  • Juliusz Slowacki, Jan Marcin Szancer
  • Herausgeber: Polonia-Verl.
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Bilder Quellenangabe:

  • studio portrait cute dog toy-terrier: #21202734 | © Springoz - Fotolia.com

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