Typisch Hund – das Streunen, Markieren und Wälzen

Das Streunen, Markieren und Wälzen beim Hund

Für alle Hundefreunde geht es heute um das Streunen, das Markieren und das Wälzen beim Hund. Verhaltensweisen, die wir als Halter oft nicht verstehen, geschweige denn mögen.

Das Streunen

Streunen heißt nichts anderes als umherziehen, vagabundieren oder sich herumtreiben. Im Falle des Hundes natürlich, dass dieser unbeaufsichtigt und scheinbar zeitlos durch die Gegend wandelt.

Dies ist nicht nur unschön, sondern oftmals nicht ganz ungefährlich. Wird gewildert, werden Menschen verängstigt oder gar angegriffen, der Straßenverkehr gestört und gefährdet, kann dies fatale Folgen haben.

Es gibt jede Menge Gründe, die einen Hund zum Streunen bewegen können:

  • Keine Bindung zum Halter
  • Fehlende soziale Kontakte
  • Lange Weile, keine ausreichende Beschäftigung
  • Fehlende Beaufsichtigung / keine ausbruchsichere Umgebung
  • Jagdtrieb / Futtersuche
  • Läufigkeit von Hündinnen
  • Erkrankungen die mit Unruhe, Orientierungslosigkeit usw. einhergehen

Um am Streunen etwas zu ändern, gilt also auch hier, die Ursache zu finden und zu beheben bzw. fachliche Hilfe einzuholen.

Das Markieren

Das Markieren ist bei den Hunden nicht wie angenommen nur den Rüden vorbehalten, sondern bei jedem Geschlecht und auch Alter vorzufinden. Denn es betrifft nicht nur das Urinieren, auch das Kotablassen gehört zum Markierungsverhalten.

Über das Markieren wird kommuniziert. Viele kennen die Redewendung des „Zeitungslesens“ bei Hunden. Findet unser Vierbeiner die Markierung eines anderen Hundes, kommen wir beim Gassigang oftmals nur sehr langsam weiter ;-).

Es wird angenommen, dass Hunde aus Markierungen Folgendes „lesen“ können:

  • Geschlecht / Alter / Gesundheit
  • Hierarchischer Status
  • Läufigkeitszeitpunkt
  • Zeitpunkt des Markierens

Viele Hunde markieren auch hintereinander an gleiche Stellen. Nicht (nur) aus Imponiergehabe, sondern auch aus einem Gemeinschaftsgefühl heraus.

Und es gibt noch ein Phänomen. Für das sogenannte „Hundegeschäft“ suchen unsere Fellnasen gern ihre alt bekannten Plätze auf. Diese sind ihnen vertraut, hier fühlen sie sich sicher bzw. ungestört.

Da sind wir auch gleich beim Thema Sicherheit und Markieren. Unsicheren Hunden mangelt es teilweise an Stubenreinheit. Der eigene Markierungsgeruch gibt eine Art Vertrautheit und Sicherheit. Hier zu bestrafen, kann das Verhalten erst recht verstärken.

Steckt eine Dominanz hinter der dem Markieren an allen Ecken und Enden im Haus, sollte etwas dagegen unternommen werden.

Das Wälzen

Welcher Hundehalter kennt es nicht 😉 Ob das Wälzen im Mist, im Schlamm, in Kadavern… Hunden scheint dies zum Leidwesen seiner Herrchen besonders gut zu gefallen.

Dennoch gibt es auch hier angenommene Gründe für diese „tolle“ Beschäftigung.

  • Als der natürlichste und „beste“ Duft der Welt, mit dem unser Liebling anderen Artgenossen gefallen will 😉
  • Zur Tarnung, wenn der Hund Fährte aufnimmt (auch bei Wölfen bekannt)
  • Es tut einfach nur gut weil: weich und „wohlriechend“

Sehr oft ist das Wälzen auch nach dem Baden zu beobachten. Wahrscheinlich zum Trocknen und zur „Körperpflege“ (ganz gleich, ob sich der Boden eignet oder nicht)

Nachdem nun so viele Gänsefüßchen im Thema des Wälzens zu finden sind, sollte man diese „fantastische“ typische Eigenschaft des Hundes als das sehen was sie ist: Ein Verhalten, welches uns die lustigsten Geschichten erzählen und die „schönsten“ Fotos aufnehmen lässt.

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Bilder Quellenangabe:

  • Streunender Hund: #21792972 | © tentrich - Fotolia.com

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