Die Axonopathie beim Hund

Die Axonopathie beim Hund

Der Labrador ist einer der beliebtesten Hunde in Deutschland. Er ist ein mittelgroßer Hund mit einer Größe von circa 55cm. Im Laufe der Jahre sind drei typische Farbgebungen hervorgegangen: braun, schwarz und gelb. Er ist ein sehr aktiver und familienbewusster Hund. Leider weist die Rasse des Labradors immer mehr Krankheiten auf, die durch die Zucht einhergehen. Das Leiden der Neuropathie, insbesondere der Axonopathie, tritt am häufigsten bei Labradoren auf. Andere mittelgroße Hunde, wie der Deutsche Schäferhund, sind zum Teil ebenfalls betroffen. Doch was für eine Krankheit ist die Neuropathie überhaupt und lässt sie sich behandeln?

Krankheitsbild Neuropathie




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Die Neuropathie ist ein Überbegriff für alle Krankheiten, die das periphere Nervensystem, sprich das Nervensystem, welches außerhalb von Gehirn und Rückenmark gelegen ist, betreffen. In der Medizin wird geschätzt, dass circa drei Prozent der Menschheit an diesen Beschwerden leiden. Dabei kann sich die Krankheit nur auf einzelne Nerven beziehen oder auf mehrere. Die betroffenen Nerven sind meist entzündet oder geschädigt. Es gibt keine festgelegten Ursachen, welche auf die Beschwerden hindeuten. Jedoch besteht eine höhere Gefahr bei Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit. Geschätzt wird, dass rund 30 Prozent der Diabetiker an Neuropathie erkrankt sind. Unter anderem können Nierenschäden oder andere Infektionskrankheiten, wie als Beispiel Borreliose, mitverantwortlich für das Ausbrechen der Krankheit sein.

Typische Symptome

Die Neuropathie wird anfangs oft durch Leiden in den Nerven deutlich, welche nicht im Bereich des Rückenmarks liegen, da dort die Versorgung mit Nährstoffen meist unterdurchschnittlich schlecht erfolgt. Körperregionen, in denen sich die Krankheit meist deutlich bemerken lässt, sind Pfoten oder Beine. Dabei empfindet der betroffene Hund meist starke Schmerzen oder ein Brennen in den genannten Körperteilen. Insbesondere verstärken sich die Schmerzen in Ruhephasen. Als Beispiel kann man hierbei den Schlaf des Hundes nennen. Beim Spielen rücken die Beschwerden meist in den Hintergrund. In den betroffenen Regionen tritt oft zusätzlich ein gewisses Taubheitsgefühl auf. Der Hund leidet unter Gleichgewichtstörungen und benötigt hohe Konzentration beim Gehen. Ansonsten können wichtige Muskeln schwächer werden oder sogar verkümmern. Im schlimmsten Fall kann womöglich eine Lähmung der Muskeln auftreten. Zudem kann es vorkommen, dass Wunden, welche im Bereich der geschwächten Nerven liegen, langsamer heilen und Entzündungen schneller fortschreiten können. Des Weiteren spielt die erbliche Veranlagung eine wesentliche Rolle. Die Gesundheit des Hundes ist dabei stark angegriffen.

Diagnose und Behandlung

Die erste Anlaufstelle bei dem Erkennen einer Krankheit sollte immer der Tierarzt sein. Der Tierarzt kann mit Tests die Diagnose an den entsprechenden Stellen vornehmen. Dabei spielen unteranderem die Temperatur und die Berührungsempfindlichkeit eine Rolle. Ebenfalls werden häufig Tests im Bezug auf die Reflexe veranlasst. Eine Blutabnahme ist auch des Öfteren ein Diagnoseelement. Die Behandlung erfolgt je nach Beschwerden. Allerdings können hierbei nur die Symptome abgeschwächt werden. Eine fortgeschrittene Neuropathie ist nicht heilbar. Durch eine gesunde Lebensweise kann die Fortschreitung der Krankheit am Hund größtmöglich eingedämmt werden.

Erkrankung beim Hund

Bei einer Axonopathie ist die Schädigung der Nerven meist lokalisiert. Dabei herrscht meist eine Schädigung des Axons, sprich dem Fortsatz einer Nervenzelle, vor. Im Axon wird keine weiße Substanz mehr gebildet. Die weiße Substanz ist dabei ein Synonym für die Zervenfasern. Die Beschwerden sind dabei häufig angeboren und kommen nur bei bestimmten Rassen vor. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass die Muskeln des Hundes nicht mehr aufhören zu zittern und er häufig umfällt.

Fazit

Axonopathie ist eine ernstzunehmende Krankheit des Nervensystems, welche jedoch nur sehr selten auftritt. Beim Hund ist die Erkrankung oft nicht heilbar und eine Einschläferung, welche dem Hund die Schmerzen nimmt, sollte in einigen Fällen in Betracht gezogen werden.

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Bilder Quellenangabe:

  • Ill dog: #60265891 | © chalabala - Fotolia.com

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